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Wolfgang Böhm - Gert Linke

13. 10. bis 10. 11. 2001

 

Wolfgang Böhm

In den meist großformatigen Arbeiten, für die Wolfgang Böhm bekannt ist, hat sich der Künstler in seinem Werk vorgetastet in ein immer dichter werdendes Liniengewirr, einen Dschungel auf der Suche nach dem Geheimnis der Verbindung zwischen Chaos und Ordnung als ein Prinzip der Natur. Dass diese Arbeiten auch als Malerei oder Aquarell immer von hoher zeichnerischer Qualität gekennzeichnet sind, ist in diesem Zusammenhang zu sehen. Immer mehr kristallisiert sich in jüngster Zeit das Prinzip der unendlichen Linie und der Reduktion heraus. Die Linie, frei schwebend in Bewegung und Schwingung im Raum, durch Licht und Schatten verstärkt oder sich auflösend zieht den Betrachter mitten ins Geschehen

Gerwald Sonnberger

Gert Linke

Über das Technische hinaus sind alle Arbeiten von Gert Linke künstlerische Aussagen, die über das rein Ästhetische hinausgehen und ironische Hinterfragungen des Alltags sind. Wenn er kabelrollenähnliche Objekte baut und sie in die Landschaft stellt, hebt er die Zerstörung der Landschaft durch aufgegrabene Erde und verlegte Kabel ins Bewusstsein, gibt er dem zivilisatorischen Fortschritt jenen Stellenwert, den man allgemein zwar für wichtig hält, den er selbst aber gleichwohl nicht ganz ernst nehmen kann. Sein kritisches Bewusstsein rebelliert gegen die Behauptung der Notwendigkeit solcher Eingriffe und lässt Verharmlosung und Entschuldigung nicht zu. Für sich selbst und für seine Arbeit kann Linke allerdings, mit leiser Traurigkeit zwar, aber doch mit sehr viel Humor, diese Tages- und Zeitverwirrungen verstehen und sie in einer sehr persönlichen und gleichwohl gültigen Weise künstlerisch umsetzen.

Angelika Bäumer

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