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My Generation
11. Juni bis 22. August 2010 Kuratorenführung: Dienstag, 29.06.2010 und Mittwoch, 30.06.2010 von 10.00 bis 12.00 Uhr | |||
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My generation. Die exaltierte Kunst der Sechzigerjahre „My generation“, mit dem 1965 erschienenen Song der Gruppe Who verschaffte sich eine neue Generation schrill und laut Gehör. Blumenkinder, lange Haare, Miniröcke und Plateauschuhe, der laute Ruf nach Peace and Love, womans-lib und die sexuelle Revolte bestimmen bis heute das öffentliche Bild von den Sechzigerjahren als Jahrzehnt des politischen und sozialen Aufbegehrens und gesellschaftlichen Umbruchs. Vor diesem Hintergrund versucht die Ausstellung „My generation“ den Zeitgeist in der bildenden Kunst dieser Jahre nachzuspüren und mit signifikanten Positionen aus Niederösterreich vorzustellen. Neben den Phantasten Maitre Leherb und Rudolf Hausner, der Grande Dame der Niederösterreichischen Szene Christa Hauer- Fruhmann und Johann Fruhmann wird mit den selten gezeigten konkret- geometrischen Tendenzen von Hildegard Joos, Hermann Painitz, Nadia Ave und Kurt Ingerl, sowie mit Isolde Joham und Gottfried Höllwarth vor allem ein neuer Blickpunkt auf die niederösterreichische Szene vorgestellt. Einen besonderen Schwerpunkt der Ausstellung bilden die großformatigen Werke der 1932 geborenen Isolde Joham, die auf ein bemerkenswertes malerisches Lebenswerk blicken kann. Mit dem Gemälde „1968. The power of love“, werden ihre monumentalen hyperrealistischen Bilder präsentiert und stehen in einem Dialog zu ihrer abstrakten auf optischen Effekten beruhenden Malerei dieser Jahre, die heute, wie kaum ein anderer Stil der Zeit, „the psychedelic view“ der Sechzigerjahre verkörpern. Sexuelle Opulenz und die befreite Figur stellen die Themen der Serie „Venus“ von Gottfried Höllwarth dar, der mit kleinformatigen Plastiken in der Ausstellung vertreten ist. Seine Werke in Stein und Bronze generieren einen Reflexion des Frauenbildes, das aktuell im öffentlichen Diskurs stand. Kurt Ingerl, Nadia Ave, Hermann Painitz und Hildegard Joos bilden als „Gruppe der Konkreten“ einen wichtigen Aspekt der Schau. Kurt Ingerl gehört zu den Pionieren der Computergrafik, bei der geometrisch- optische Muster mittels eines neuen Mediums generiert werden. Die Musterung, die Reihung und das Serielle kennzeichnen auch die Position von Hermann Painitz, der Sprachliches und Ikonisches verbindet und gemeinsam mit Nadia Ave in dem lokalen Periodikum„ Das Pult“ in Erscheinung trat. In diesem Zusammenhang ist auch das Werk von Hildegard Joos zu stellen, die zur internationalen Avantgarde dieser Jahre zu zählen ist. Ihre reduzierten Gemälde aus den 60ern werden erstmals als Zusammenschau museal präsentiert. Die Ausstellung zeigt, dass Grenzgänge und die Erschließung innovativer Ausdrucksformen die bildende Kunst dieser Jahre auch weit ab der großen Kunstzentren in regionalen Gebieten charakterisieren. Die Umsetzung utopisch wirkender Vorstellungen, wie es auch Martin Luther King mit der meist rezitierten Formulierung des 20. Jahrhunderts „I have a dream“ in seiner Rede 1963 in Washington zum Ausdruck brachte, kann auch als Motto der Künstlergeneration betrachtet werden, die in den Sechzigerjahren in Erscheinung trat. Elisabeth Voggeneder (Kuratorin) | |||
| Fotos aus der Ausstellung: | ||||
| Nadja Ave: | ||||
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| Christa Hauer-Fruhmann: | ||||
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| Rudolf Hausner: | ||||
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| Gottfried Höllwarth: | ||||
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| Kurt Ingerl: | ||||
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| Isolde Joham: | ||||
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| Hildegard Joos: | ||||
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| Helmut Leherb: | ||||
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| Hermann Painitz: | ||||
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