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Pressetexte 

niederösterreich kulturpreisträger 2002

Die Ausstellung „niederösterreich kulturpreisträger 2002“ gibt Einblick in das Schaffen der Kulturpreisträger des Jahres 2002 aus den Bereichen Bildende Kunst und Medienkunst (Videokunst, digitale und spartenübergreifende Medienkunst). In Kooperation mit der Abteilung Kultur und Wissenschaft zeigt das NÖ Dokumentationszentrum für Moderne Kunst in St. Pölten Arbeiten von Johanna Kandl, Claudia Klučarić, Karin Frank, Bernhard Leitner, Erwin Redl und Jutta Strohmaier.

 

Johanna Kandl (*1954; Würdigungspreis Bildende Kunst) nutzt den Verlangsamungseffekt der Malerei, der den Schnappschuss in ein Historienbild bzw. eine Genreszene verwandelt. Ihre dem „narrativen Realismus“ verpflichteten Bilder zeigen Menschen in alltäglichen Szenen, die sie mit verstörenden Floskeln aus Zeitungsschlagzeilen und einer globalen Wirtschaftssprache – ohne jeglichen Bezug zum Menschlichen - kombiniert.

 

Claudia Klučarić (*1968; Anerkennungspreis Bildende Kunst) hat das Studium der Bildhauerei absolviert, wählt aber stets jenes Medium, welches der Umsetzung ihrer künstlerischen Vorstellung jeweils am besten entspricht. So entstand etwa ihre aktuelle Arbeit, das Videoprojekt „Eine analytisch-poetische Annäherung“, als Folge einer mehrteiligen Serie von Buntstiftzeichnungen mit dem Titel „GAZE“. Im Zentrum ihres Interesses steht das Thema Kommunikation, das wechselnde Verhältnis zwischen Nähe und Isolation.

 

Die Bildhauerin Karin Frank (*1972; Anerkennungspreis Bildende Kunst) bevorzugt das Material Holz, das sie einerseits dazu verwendet, um herausragenden Künstlerpersönlichkeiten wie Josef Beuys und Andy Warhol „ein Denkmal zu setzen“ oder andererseits – wie in ihren aktuellen Arbeiten – das Thema „Stoffwechsel“ skulptural darzustellen. Am Thema Landschaft interessiert sie vor allem der Bezug zum nationalen und geschichtlichen Umraum.

 

Bernhard Leitner (*1938; Würdigungspreis Medienkunst), von seiner Ausbildung her Architekt, untersucht die Wechselbeziehung zwischen Ton und Raum und zählt zu den Pionieren der „Soundart“. Er setzt Klang bzw. Ton als künstlerisch-gestalterisches Material ein, um neue Räume zu konstruieren. Die visuelle Gestalt seiner Installationen ist in erster Linie funktional bestimmt und weist dem Besucher einen für das Hörerlebnis optimalen Platz zu.

 

Die Arbeit von Erwin Redl (*1963; Anerkennungspreis Medienkunst) reflektiert über mögliche künstlerische Positionen nach der „Digital Experience“ bzw. über das Internet als künstlerisches Medium. Andererseits setzt Redl dem virtuellen Charakter des Digitalen architekturbezogene Lichtinstallationen entgegen (z.B. an der Fassade des Whitney Museums, N.Y.). Mehr Infos unter: http://www.paramedia.net

 

Jutta Strohmaier (*1966; Anerkennungspreis Medienkunst) beschäftigt sich mit dem Begriff Raum als Produkt gesellschaftlicher Praxis bzw. als Produzent gesellschaftlicher Realität. – Ihre Fotografien von kaleidoskopartig überlagerten Räumen thematisieren Abbild und Wirklichkeit, Realität und Fiktion und irritieren die herkömmliche Raumwahrnehmung des Betrachters. In ihren jüngsten Arbeiten, in denen Satellitenbilder auf Papiermaché-Modelle von Bergen projiziert wurden, geht es ihr – abgesehen von der formalen Ästhetik – um die Positionierung von Landschaft und die Emotionalisierung von Naturdarstellungen.

 

Download Pressetext niederösterreich kulturpreisträger 2002

 

Pressefotos

honorarfrei bei Namensnennung

Johanna Kandl,
OHNE TITEL, 2002
(Am Stausee in Vranov...)
Eitempera auf Holz
170 X 250 CM
Courtesy Christine König Galerie, Wien
Download, 2087,74KB

Bernhard Leitner;
Skizze zu "Sound Square", ars electronica
Download, 1560,74KB