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Presseinformation: LABYRINTH TRAP 2. 9. bis 1. 10. 2005
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CLAUDIA-MARIA LUENIG – Deutschland BARBARA GRAF – Schweiz HAZEM EL MESTIKAWY– Ägypten ANWAR SONYA – Oman HASSAN MEER – Oman RANDA SHAATH – Palestina LISL PONGER – Österreich SINI CORETH – Österreich
Pressetexte zur Ausstellung »LABYRINTH TRAP«
“Doch hat dieses wache Denken uns in das Labyrinth wirren Alpdrucks geführt, wo die Spiegeln der Vernunft die Folterkammer vervielfachen.“ (Octavio Paz, Das Labyrinth der Einsamkeit) KünstlerInnen verschiedener Nationalität – aus Europa wie der arabischen Welt – beschäftigen sich in der Ausstellung Labyrinth/Trap intermedial mit der Metapher des Labyrinths bzw. der Falle als systemisch-diskursive Konstruktion situiert zwischen den Antipoden von Stillstand und Bewegung. Während im griechischen Mythos Theseus mithilfe des Fadens der Ariadne den Weg aus dem Labyrinth Daedalus findet, steht das Labyrinth bei Octavio Paz als Synonym für die Falle. In dieser verharrt das Subjekt, gefangen, in einem erzwungenen Stillstand, gleichzusetzen mit einer Dekonstruktion des Perspektivischen. Das Labyrinth der Klassik ist linear, der Irrgarten weitaus komplexer aufgebaut, weist hingegen die Möglichkeit der Wahl auf. Einige Verzweigungen führen näher zum Ziel, andere enden an einem Punkt an dem man gezwungen wird zurückzugehen. Damit wird der Irrgarten auch zum Symbol für die Möglichkeit der Entscheidung, so evoziert „die Gnade des Entweder-Oder“ bei Kierkegaard das Absolute, denn es ist die Differenz zwischen Wählen und Nichtwählen. Die arabische Welt versteht gerade den Dualismus der binären Struktur als Falle. Der Zwang zwischen zwei Wegen zu entscheiden impliziert die Verneinung bzw. das Nichtwahrnehmen des Anderen. Das Entweder-Oder des labyrinthischen Irrgartens verwandelt sich in eine Beschränkung der Freiheit. Elisabeth Voggeneder Kurator: Sini Coreth
In Anschluss an die Ausstellung LABYRINTH TRAP finden in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 2. Stock, 1010 Wien, am Montag, den 5. September 2005 um 18 Uhr, Interkulturelle Gespräche unter der Mitwirkung der Arabischen Dichter Sama Issa, Oman und Abelfattah Ezzine, Marokko unter der Moderation von Univ. Ass. Mag. Dr. Jameleddine Ben-Abdeljelil, Institut für Orientalistik, Universität Wien im Beisein der teilnehmenden KünstlerInnen an der Ausstellung Trap Labyrinth statt.
Die Ausstellung wird am |
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Pressetext:
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Pressefotos
honorarfrei bei Namensnennung (NÖDOK)
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HAZEM EL MESTIKAWI (Ägypten) |
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