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Die nächste Ausstellung:

 

Festausstellung

kunst im öffentlichen raum niederösterreich

 

NÖ Dokumentationszentrum für Moderne Kunst

1. September bis 30. September 2006

 

Presseinformation:

 

Eine Festausstellung

kunst im öffentlichen raum niederösterreich

10 Jahre Kulturförderungsgesetz

Eröffnung am Freitag, den 1. September 2006, 18.00 Uhr

im NÖ Dokumentationszentrum für Moderne Kunst in St. Pölten

Dauer der Ausstellung: 2. September 2006 – 30. September 2006

Finissage: 29. September 2006, im Cinema Paradiso

Seit zehn Jahren gibt es in Niederösterreich das neue Kulturförderungsgesetz, das unter

anderem für kunst im öffentlichen raum niederösterreich die rechtlichen Grundlagen für

innovative und ambitionierte Projekte schuf und als Vorbild für alle anderen Bundesländer

dient.

Durch das neue Kulturförderungsgesetz entstand in Niederösterreich in den letzten zehn

Jahren ein Netz an künstlerischen Arbeiten im öffentlichen Raum, das in seiner Qualität und

Dichte einzigartig ist. In dieser außergewöhnlichen Kulturlandschaft begegnen die

Bewohner/innen und Besucher/innen über 350 künstlerischen Arbeiten in den

unterschiedlichsten Zusammenhängen, als Platzgestaltungen, an Fassaden und auf

Dächern, als temporäre Interventionen oder als skulpturale Setzungen.

Die Festausstellung zur kunst im öffentlichen raum niederösterreich versucht, eine Auswahl

an Arbeiten, die über das Land verteilt sind, in einem Fotoband, das sich durch den

gesamten Ausstellungsraum zieht, zu vereinen und somit erstmals im Überblick als Ganzes wahrnehmbar und einsehbar zu machen. So lassen sich Veränderungen im Umgang mit dem öffentlichen Raum und Schwerpunkte, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben, nachvollziehen.

Ergänzend zur retrospektiven Dokumentation in dem von Walter Kirpicsenko konzipierten

Fotoband lädt die Kuratorin Dr. Susanne Neuburger fünf Künstler/innen – Maria Thereza

Alves, Carola Dertnig, Gerhard Dirmoser, Andreas Fogarasi, Anna Gudjonsdottir und

Lia Perjovschi - ein, Positionen vorzustellen, die ortsbezogene und gesellschaftsrelevante

künstlerische Ansätze nun im Medium einer Ausstellung präsentieren. Sie spiegeln auch den Anspruch auf Internationalität, den kunst im öffentlichen raum nö hat, wieder.

Im Rahmen der Ausstellung gibt es weiters die Möglichkeit, sonst nur schwer zugängliche

Kurzfilme und Dokumentationen von temporären Projekten zu sehen. Zur Finissage wird

im Cinema Paradiso der zweite Teil der Filmdokumentation zu kunst im öffentlichen raum nö

2002 – 2006 von Rudi Palla präsentiert.

Zur Eröffnung wird der Band 8 zu kunst im öffentlichen raum nö mit der Dokumentation

der in den letzten zwei Jahren realisierten Arbeiten präsentiert. Zusätzlich gibt es einen

Index für alle bis dato erschienen Publikationen, geordnet nach Autoren, Orten und

KünstlerInnen.

Kuratorin: Dr. Susanne Neuburger

Ausstellungsdesign: Arch. Walter Kirpicsenko

Maria Thereza Alves untersucht in dem groß angelegten Projekt „Wake“ den Boden in

verschiedenen Ländern und Orten, wie etwa im Hafen von Marseille oder in Großbaustellen

in Berlin, nach immigrierten Samen, die sie in Treibhäusern einpflanzt und zieht, um so

migratorische Prozesse und historische Entwicklungen aufzeigen zu können.

Carola Dertnig wird eine ausführliche Dokumentation ihres Beitrages zu dem kunst im

öffentlichen raum niederösterreich Wettbewerb Amstetten Frauenhaus präsentieren und mit

zwei Videoarbeiten ergänzen. In ihren Arbeiten geht sie oft von bestimmten Orten aus, sei es nun Gemeindebauten in Wien oder das World Trade Center und verknüpft Text, Bilder,

Performance und Video unter dem Aspekt des Performativen.

Gerhard Dirmoser ist Diagrammatiker, das heißt er stellt unterschiedlichste Bezugssysteme her und versucht diese zu visualisieren. Besonders in den neunziger Jahren sind Fragen von Sicht- und Darstellungsweisen eines geographischen oder kartographischen Sachverhalts aktuell geworden. „Mapping“ ist ein wichtiger künstlerischer Ansatz für orts-spezifische Arbeiten. Von seinen kunstbezogenen Arbeiten wird er zwei große Wandbilder in der Ausstellung zeigen.

Andreas Fogarasis zeigt die Arbeit „Planning Library“, die 2003 für ein temporäres Projekt

in Drosendorf entstanden ist. Es handelt sich um eine Bibliothek zum Thema Stadt bzw.

Stadt/Land, in deren Diskussion die Frage von Öffentlichkeit bzw. öffentlichem Raum eine

Rolle spielt. In der Ausstellung steht diese Installation quasi symbolisch für die theoretische

Grundlage des Programms, darüber hinaus ist sie ein Angebot, die Bücher zu benützen, um

Einblicke in die Arbeits- und Herangehensweise zu erhalten.

Anna Gudjonsdottir hat über viele Jahre die renommierte Galerie für Landschaftskunst in

Hamburg geleitet. Als Künstlerin arbeitet sie selbst kontinuierlich zum Thema Landschaft als Imaginationsraum. Sind in der Regel Programme für Kunst im öffentlichen Raum an

städtische Situationen gebunden, ist Niederösterreich, im Unterschied dazu, doch

weitgehend mit kleineren Orten und Landschaft konfrontiert, weswegen die Arbeit von Anna

Gudjonsdottir eine thematisch vergleichbare Position einnimmt.

Lia Perjovschi versucht Fragen nach dem Standort, dem Kartographieren, Abmessen und

Beurteilen eines ebenso gesellschaftlichen wie physischen Raums zu beantwortet. Seit

vielen Jahren legt sie in Bukarest ein Archiv an, das Contemporary Art Archive. Ihre „Globe

Collection“, die sie in St. Pölten zeigen wird, enthält 1500 Objekte von Alltagsgegenständen,

Fotos, Verpackungen u.a. Der Globus, als ein Sammlungsschwerpunkt, symbolisiert den

totalitären Anspruch und Zugriff auf die Welt. Perjovschi weist auf kulturelle Differenzen und

Umgangsweisen heutiger Werte- und Kulturgemeinschaften hin.

 

Weitere Informationen:

Katrina Petter, Amt der NÖ Landesregierung, Abt. Kultur und Wissenschaft. Landhausplatz 1, A-3109 St. Pölten. +43 2742 9005

13504, katrina.petter@noel.gv.at, www.publicart.at


 

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