Ausstellung:

Im Radar

Datum: 01. 09. 2023 bis 01. 10. 2023 Eröffnung: 01. 09. 2023, 18:00
Mario Dalpra | Die Schichtarbeiter (Bernard Antl & Markus Schmidel) | Eva Wagner | Marcus Hufnagl | Thomas Weinberger

Mit der Ausstellung Im Radar verbinden sich verschiedene Positionen, die sich berühren, auch überschneiden, doch jede hat einen eigenen Verlauf und ist von unterschiedlicher Dynamik.

Deutlich verspürt man bei Mario Dalpra die Lust an der Arbeit. Das Ausloten noch nicht abgeklärten Terrains und die intensive Beschäftigung mit Werkgruppen, an denen freilich nur so lange drangeblieben und gefeilt wird, solange deren künstlerische Herausforderungen nicht Gefahr laufen, in Routine und Perfektion zu erstarren, sind augenfällig. In der Kunst und der Welt standfest und gleichermaßen gut bewandert, kann Mario Dalpra heute auf ein großes, breit gefächertes Oeuvre verweisen, das innerhalb der klassischen Disziplinen von der Skizze und kleinen Zeichnung über die Malerei aller Größenordnungen bis hin zur Skulptur und Objektkunst reicht.

Die Bezeichnung „Schichtarbeiter“ weist bei diesen beiden nicht nur auf die viele Arbeit hin, sondern auch auf ihre Methode. Bernard Antl & Markus Schmidel fertigen Werke auf Papierschichten, meist japanisches Papier, die mit Knochenleim sowie Wasser und Farbe vermischt und immer wieder neu aufgetragen werden. Manchmal drängt sich eine alte Schicht durch die neue, manchmal vermischen sich die Schichten ineinander, immer aber entsteht bei den Bildern der Eindruck, dass jedes Bild mehrere Deutungen zulässt.

Assoziationen zum Werk von Marcus Hufnagl können über verschiedene Spuren laufen, die alle von seiner Kunst und seiner Persönlichkeit ausgehen. Mit obsessivem Hang zu seriellen Variationen, lotet er sakrale Themen ebenso aus wie profane. Er ist ein erfindungsreicher Sucher nach individuellen Möglichkeiten im Umgang mit Material und Technik. Hufnagl ist auch als Musiker anerkannt. Sein bildnerisches Werk ist nur wenigen bekannt. Für die Ausstellung hat er eine beeindruckende Bilderserie erstellt, die einen spannenden Einblick in sein grafische sowie malerisches Werk zu vermitteln vermag.

In den letzten Jahren sind vegetabile Strukturen zum dominanten Thema von Eva Wagner geworden. In all ihren Bildern lässt sich dabei eine friedliche Koexistenz zwischen gegenständlichen und ungegenständlichen Elementen feststellen. Blätter und Halme heben sich von abstrakten Hintergründen ab und werden ihrerseits wieder von Schleiern und Unschärfen in ihrer exakten Definition verwischt. Die Realität ist stets präsent, aber nie wirklich greifbar und manifest, und damit ergibt sich immer genug Spielraum für eigene Assoziationen und Interpretationen.

Thomas Weinberger vereint in seinen Malereien Gegensätze, wie Dynamik und Ruhe, Abstraktion und Präzision, Melancholie und Humor. Mit dicken, dynamischen Pinselstrichen werden weite, ruhige und kraftvolle Landschaftsbilder geschaffen, die das Auge der Betrachtenden entspannen und ein Gefühl der Freiheit geben. Gleichzeitig wird in den figurativen und narrativen Werken der Fokus auf die detailgetreuen Figuren gelenkt, die die leergefegten Landschaften bevölkern. Wie am falschen Ort zur falschen Zeit wirken die Personen ins Bild gesetzt. So entstehen skurrile, absurde, oft humorvolle und rätselhafte Situationen.

ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG

THOMAS WEINBERGER

Raum 1 | 2

MARCUS HUFNAGL

Raum 3 | 4 | 5

DIE SCHICHTARBEITER (BERNARD ANTL & MARKUS SCHMIDEL)

Raum 6 | 7 | 8

EVA WAGNER

Raum 9

Mario Dalpra

Raum 10

Fotos aus der Ausstellung:

© NÖDOK

Aus unserem Archiv: Beitrag P3TV: NÖDOK zeigt Sechs Künstler im Radar

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