In der Gegenwartskunst sind die Darstellung des Menschen, das Abarbeiten am Menschsein oder das Thema der Figuration häufig wiederkehrende Motive, die inhaltlich und stilistisch abwechslungsreich die Vielfältigkeit des Menschenbildes widerspiegeln. Die Ausstellung „Time to Imagine“ fasst den Blick aber weiter, nicht nur das Menschenbild steht im Fokus, sondern vielmehr die Frage nach dem Bild des Menschen und sie erzählt auf facettenreiche Art die Auseinandersetzung des Menschen mit Natur, Technik und Umraum.
In umfangreichen Bilderserien setzt sich Isabell Kneidinger immer wieder mit der Natur auseinander. So malt sie Ausschnitte von Wiesen und Feldern, Pflanzen und Bäume. Ihr gegenwärtiges Interesse gilt der Ressource Boden. Ihr kleinformatigen Malstücke machen dabei auf die Wichtigkeit einer intakten Natur aufmerksam.
Auf eine intuitive und assoziative Erzählweise, die keine bestimmte Lesart vorgibt, beruhen die Arbeiten von Doroteya Petrova. Sie kombiniert in ihren Arbeiten Aquarell, Tusche, Stickerei und Textilcollage. Besonders die Vielfalt des Tier- und Pflanzenreichs, Wachstum und Verwandlung, die Lebensfreude aber auch das Verwelken und die Zerbrechlichkeit des Lebens sind ihr wichtige Themen.
Die Malerei von Antonia Riederer ist geprägt von kräftigen Farben und einem gestischen Strich. Ihre Themen sind vielfältig, wobei die Figur eine zentrale Stellung in ihrer Arbeit einnimmt. Bei ihr steht prozesshaftes Arbeiten im Vordergrund. Das Experimentieren mit Farbe und Gestus sorgen für die Weiterentwicklung ihres markanten Malstils.
Auf keine bestimmte Technik oder Arbeitsweise beschränkt sich Marie Ruprecht. Ein wesentliches Merkmal ihrer Arbeit ist die unmittelbare Auseinandersetzung mit den vorgefundenen räumlichen und inhaltlichen Gegebenheiten und die themenbezogene Aneignung immer wieder neuer Kulturtechniken zur Umsetzung ihrer Arbeiten, wie etwa die einer alten japanischen Kulturtechnik.
Die Haut in all ihren Farbschattierungen, als Membran zwischen innen und außen, auch als Reflektor des jeweiligen Umfelds ist ein zentrales Thema im Schaffen von Judith Zillich. Für sie ist Haut etwas individuell Buntes, Verletzliches, Vergängliches, individuell Duftendes, dass sich unter dem Einfluss von Wärme und Licht ständig in Veränderung befindet. Die Begegnung des Körpers mit dem Raumkörper ist eine lebenslange Fragestellung, der sie konsequent folgt.